Geburtsbericht:

Am 04.11.2010 um 2.33Uhr wollte ich nichts ahnend aufs klo gehen. Als ich vom Bettrand aufstand machte es platsch und meine Hosen waren super nass, dachte zu erst das ich mich jetzt angepinkelt habe, doch ich konnte es nicht abstellen. Als ich dann auf dem Klo war, sah ich das es die Fruchtblase war. Also zog ich mich um und telefonierte mit der Hebamme, natürlich total nervös, sie meinte aber nur ich solle einen Tee nehmen und wieder ins Bett gehen, da ich noch keine Wehen hatte, diese aber jeder zeit kommen können. Des weiteren solle ich mich um 9.00uhr zur kontrolle im Gh melden. Danach ging ich zum Mann und meldete ihm das, aber er könne ruhig weiter schlafen.
Also ging ich in die Küche und machte mir einen Tee. Im Bett angekommen, konnte ich natürlich nicht mehr schlafen, war einfach super nervös. Um halb vier bekam ich dann die erste Wehe, leicht und unregelmässig, doch bei jeder Wehe lief noch mehr Fruchtwasser raus, und so konnte ich sowieso nicht mehr schlafen, blieb aber im Bett liegen, bis um 4.30uhr, da stand ich auf und ging zu Mann und fragte ihn wann er denn aufstehen würde wenn er zur arbeit ginge? Er meinte jetzt, ich sagte ihm das er heute nicht zur arbeit gehen müsse, da ich bereits wehen hätte. Also standen wir gemeinsam auf. Er ging mit dem Hund spazieren und ich machte uns Frühstück, dabei schrieb ich immer die Zeiten der Wehen auf. Sie waren alle zwei, drei, vier Minuten, einfach noch sehr leicht und auszuhalten. Danach ging ich duschen. Nach der Dusche zog ich mich neu an, in der Hoffnung das kein Fruchtwasser mehr rausläuft, naja leider hatte ich nicht recht und durfte mich nochmals umziehen Nach dem Frühstück, wurden die Wehen immer heftiger, so dass ich während dem sitzen aufstehen musste um sie zu veratmen. Um 7:00uhr wars dann recht heftig, so das ich im GH angerufen habe um dies mitzuteilen, darauf gingen wir um 7.30uhr ins GH.

Im GH angekommen, wurde ich zu erst mal untersucht, ich natürlich voller hoffnung, dass es bald losgehen würde. Leider war alles anders, der Mumu war gerade mal 1cm weit offen.
Sie meinte dazu, dass wir sicherlich in 24 /48stunden eltern sind.
Da aber die schmerzen zu krass waren und der kleine so arg auf den Muttermund drückte, meinte sie zu uns, es gibt zwei möglichkeiten, eine währe das ich ein Zäpfchen bekomme und wieder nach Hause gehen kann. Das Zäpfchen sollte mir die schmerzen nehmen, und ich dürfe zu hause nicht mehr umher laufen… oder ich nehme ein stärkeres mittel Intravenös und dann müsse ich aber hier bleiben. Nach einer kurzen besprechung mit Mann haben wir uns entschieden das stärke mittel zu nehmen da die schmerzen echt arg waren, und ja nichts nützten für die Geburt. Also bekam ich die Infusion, ich sags euch, dass war echt cool, der stoff hat echt gut gewirkt, die schmerzen waren super schnell weg. Nach einer Stunde war wurde ich wieder untersucht und da meinte die Hebamme so jetzt ist er reif, die Geburt kann beginnen Ach wir waren super glücklich als der Mumu auf 3cm offen war.

Nun wurde die Infusion wieder ausgewechselt, und somit konnten die Wehen sich weiter zur Eröffnung machen. Nach einer weiteren stunde 10Uhr war der Mumu schon bei 5cm, jep das ausatmen war echt gut, die Hebamme meinte ich solle immer UFUFUFUFUFUF sagen. Sie sagte noch, ach der kleine wird heute vor der Dunkelheit noch kommen. Des weiteren sollte mein Mann mir hinten im Rücken an speziellen Punkten drücken bei jeder Wehe, damit die Eröffnung noch schneller gehe. Laut Hebamme sei eine Wehe mit diesen Punkten gleich wie drei Wehen, und sie hatte recht denn eine weitere Stunde war der Mumu bereits auf 7cm offen. Die Hebamme ging raus und rief mal den Arzt an und meinte er soll sich auf den Nachmittag einstellen.
Nun musste ich arg aufs klo, hatte immer das gefühl das ich stuhlen müsste, als ich auf dem Klo war, ging aber gar nichts, des weiteren sollte ich noch meine Blase entleeren. Also liesen wir den Wasserhahnen laufen, doch es ging nichts. Also stellte ich mich unter die Dusche um die Blase zu reizen, doch ausser das mein Kreislauf zusammen brach war nix zu machen. Doch dies hiess das aus für meine geplante Wassergeburt, denn es könne mich niemand Ohnmächtig aus der Wanne holen Das war doch ein kleiner schock für mich, aber ich hab mich schnell damit abgefunden, und so wechselten wir das Geburtszimmer.
Nun gings weiter um meine Blase zu leeren. Also musste ein neuer versuch ran, nun durfte mann mich hinten auffangen und ich musste in die Hocke und mir vorstellen das ich hinter einem Baum am pinkeln währe, leider half auch das nichts, so musste die Hebamme mir den Kopf des kleinen etwas hinauf drücken und konnte mir so die blase entleeren. Der kleine hat mit dem Kopf leider mir die Blase verklemmt, daher ging nichts. Danach fühlte ich mich echt wohler. Also gings weiter zu den Wehen, da waren wir jetzt schon bei 9cm angekommen und die Hebamme lief zum telefon und meinte beim Arzt, dass er sich auf den Weg machen solle, da es doch ein Mittagskind wird Leider durfte ich immer noch nicht pressen da der äussere Rand des Mumu’s noch geschwollen war. Da musste erst die schwellung weg. Die Hebamme äusserte dazwischen mal, das der kleine dies super macht, die hat sie sicherlich drei vier mal gesagt, da sagte ich zu ihr, oh jetzt kommt der kleine auch schon eingebildet auf die Welt. Wir haben alle herzhaft gelacht Ein weiterer spruch von ihr war, nach jeder Wehe: eine weniger ich musste jedes mal schmunzeln, denn ich hätte ja gerne gewusst von wie vielen.
Entlich durfte ich pressen, doch am anfang habe ich mich gar nicht richtig getraut, und das neue wort zum pressen war Chum Use (komm herraus) Als ich dann ein zwei mal richtig presste, holte sie meinen Mann und sagte schau genau hin, da sieht man bereits den Kopf, er war sehr erstaunt, aber meinte das es gerade mal ein auf ein cm war. Nach weiteren Presswehen, holte sie einen spiegel und wollte es mir zeigen, doch ich sah echt nichts.
Nach weiteren Wehen, durfte mann wieder schauen und sagte oh mein gott, ich sehe ja schon die Haare von dem kleinen. Ich war überglücklich, auch wenn ich immer wieder laut pressen durfte.-) Auf einmal kam der Arzt herrein, stellte sich kurz vor und ging zur hebamme, die sagte ihm, das ich reiterin sei, und er meinte ok, dann dauert es noch ein wenig. Er verliess den raum wieder und ich war wieder voll im Pressen. Ich lag auf der seite und musst mein oberschenkel zu mir ziehen und pressen. Doch irgendwann konnte ich nicht mehr, und die Hebamme meinte ok, jetzt müsse ich mich am Mann fest halten und hängen lassen (in der Hocke ) und ganz arg pressen. Doch das hängen lassen war für mich sehr schwer, denn ich wollte mich immer am Mann hinziehen. So ging es weitere Press wehen, bis die Hebamme sagte so und jetzt brauchst du ganz viel mut. Ich presste was das zeug hilt, doch er war noch nicht draussen, also nocheinmal und nocheinmal und dann war Nahuel auf einmal unter mir und der Arzt hat ihn in empfang genommen. Ich konnte selber zu schauen wie er raus gepurzelt ist, denn er kam in einer Presswehe komplett raus, da er die Hand am Kopf hatte (salutierende Hand), es sah aus, wie eine Kuh ein Kalb bekommt. Ich durfte hinliegen und sekunden später hatte ich Nahuel auf der Brust, er war fast sauber, hatte keine Käseschmiere an sich und auch nur ganz wenig blut. Ich schaute ihn an und war einfach nur noch glücklich Er war noch etwas viollet aber das regulierte sich recht schnell. Nebenbei, kam dann die Plazenta raus, die Nabelschnur wurde auspulsiert und erst dann durfte mein Mann sie durch schneiden. Die plazenta war in einem super zustanden und der Arzt war mit Kind und mir super zufrieden. Ich sagte noch zur Hebamme, nah und ist unten rum wohl alles kaputt oder? Sie meinte nein nein, der Arzt wird mich eh gleich untersuchen. Also durfte ich die Beine hochlagern, nach kurzem schauen hiess es aber das ich jetzt noch genäht werden müsse, und der Arzt anästisierte die Stellen und nähte mich. Leider hat mir zu diesem Zeitpunkt niemand wollen sagen wie arg der Dammriss ist. Also nahm ich nicht so schlimm an

Der kleine war immer noch auf meiner Brust und der stolze papa, machte gleich einige Fotos von uns um ein MMS den verwandten zu schicken. Er wurde dann noch gefragt was er denn jetzt trinken möchte, seine Antwort war, na ich genehmige mir einen Coniaque. Na super und ich durfte Tee schlürfen Ach wir waren so über glücklich.

Dann kam eine weitere Hebamme und zeigte mir wie man den kleinen an die Brust nehmen kann, doch er konnte sie nicht fassen und daher entschieden wir uns für einen späteren versuch mit stillhütchen. Danach durfte der stolze Papa den kleinen anziehen, und wir wurden alle in unser zimmer gebracht. Dort angekommen, musste ich gleich aufs klo, die Hebamme kam mit um mir noch die Intimwäsche zu zeigen, auf dem Klo viel mir dann der Kreislauf total zusammen und ich war kurz vor Ohnmacht, also musste sie mich wieder zurück holen. Nach weiteren minuten ging es dann wieder ins Zimmer zurück, doch dass sah ich schon nicht mehr und alle mussten mit anpacken und mich aufs Bett hiefen, so dass ich wieder blut im Kopf hatte. Im bett angekommen ging es mir wieder besser, also durfte ich mit dem stillen beginnen, und mit dem Hütchen ging es super gut, der kleine hat gleich los gelegt und fleissig gesaugt ich war super stolz und freute mich riesig.

Und dann kam auch schon der erste Besuch, dass fand ich zwar gar nicht prickelnd, aber naja was will man machen.

Ich errinnere mich wirklich gerne an die Geburt zurück, denn für mich war es ein super schönes Erlebnis, und auch für meinen Mann, der alles von vorne her mitsehen und mitmachen konnte. Dieses Erlebnis hat und noch mehr zusammen geschweisst, und er meinte nur, zum glück hat er alles so dürfen miterleben und mit sehen, denn sonst würde ihm was fehlen. Vieles konnte ich hier nicht in worte fassen, denn es waren so wunderschöne gefühle, von Wehe zu Wehe. Von Pause zu Pause, einfach alles war so super genial und schön Ich wünsche jeder Frau auch ein so tolles erlebnis.